Daten zur Ortsgeschichte Friesenraths

 

FRIESENRATH - REICHSABTEI KORNELIMÜNSTER

www.friesenrath.de

Ursprünge: römischer Gutshof - villa rustica - beim Friesenrather Hof
Nach der vorgefundenen Keramik konnte die Erbauung auf die
erste Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert werden.
Zerstörung um das Jahr 260 n. Chr.

10. Nov. 1334
Wegen großer wirtschaftlicher Verluste, u. a. der Güter in Vreyssenroide,
Martini bestätigt der Kölner Erzbischof Walram v. Jülich dem Abt Arnold von Mülenark in einer Urkunde, dass es im Kloster zu Kornelimünster bei der Höchstzahl von 16 Konventsmitgliedern bleiben soll. Wir haben hier die erste urkundliche Erwähnung vor uns.

 

21. Dez. 1342
Gemäß eines Weistums der Förster auf dem Reichswald ist der Hof von Vreißenroide im Besitz des Markgrafen Wilhelm V. von Jülich. Er besitzt Weiderechte im Reichswald.

25. Juni 1361
Herzog Wilhelm II. von Jülich überträgt den Herren von Schönforst die Vogtei Kornelimünster. Die Vogtei Kornelimünster ist pfalzgräfliches Lehen.
Bei der Aufzählung der Dörfer wird auch Vreysenroide namentlich genannt.

1. Juni 1438
Als Abt Heinrich von Gertzen den "Schöffen des heiligen Cornelius" ein eigenes Siegel verleiht, nennt die Urkunde unter den Zeugen als siebten und letzten (d. h. als im Dienste jüngsten) Schöffen Heyntz van Vresenroede.

1503
Die Abtei kauft die in vollem Betrieb befindliche Eisenhütte an der Inde gegenüber "Hötte Berg".

1721
Als Folge der Teilentvogtung des Münsterländchens am 29. 08. 1718 wird der Friesenrather Hof abteiliches Eigentum. Fürstabt Hyacinth Alfons Graf von Suys lässt 1721 dort sein Wappen anbringen.

1769
Der Kupfermeister Michels aus Stolberg errichtet am Ort der Lohmühle (Hof Salber), die bis 1768 von der Abtei verpachtet worden war, eine Kupfermühle mit drei Hämmern.

FRIESENRATH - MAIRE WALHEIM

FRANZOSENZEIT

1794/95
Die Benediktinerabtei Kornelimünster wird geschlossen, der Corneliusstatue eine Jacobinermütze aufgesetzt.

1795
Beschluss, auf der Grundlage des napoleonischen Departementsystems eine Verwaltungsgliederung vorzunehmen
Friesenrath wird dem Département de la Roer, Arrondissement Aachen,
Canton Burtscheid, Mairie de Walheim zugeordnet.

1801/02
Gründung des ersten Bistums Aachen

1804
Hahn wird zusammen mit Friesenrath zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

FRIESENRATH - GEMEINDE WALHEIM

1816
Errichtung der preußischen Zivilgemeinde Walheim, Landkreis Aachen

1821
Johann Löhr wird in Hahn zum ersten Lehrer für die Orte Hahn und
Friesenrath bestellt.

1822
Vollendung der in der Franzosenzeit geplanten und begonnenen
Provinzialstraße Aachen-Trier durch preußische Straßenbauer

1840
Zusammenschluss der Gemeinden Walheim und Kornelimünster zur
Bürgermeisterei Kornelimünster

1850
Der Gemeinde Walheim wird in zweiter Instanz wieder die
Selbstständigkeit zuerkannt.

1885
Einweihung der Vennbahn; sie bringt einen Aufschwung der Kalkindustrie in Hahn, Friesenrath und Walheim mit sich.

1906
Um das bestehende Dorfkreuz wird eine Bethalle, nach 1925
Kriegergedächtniskapelle, errichtet.

1911
Gründung der St. Hubertus Schützenbruderschaft Friesenrath

1913
Erste Friesenrather Kirmes in einem Festzelt

1914/18
Im ersten Weltkrieg beklagt die Ortschaft 16 Tote.

1914
Einrichtung der ersten Schule in Friesenrath in einer Baracke auf dem Dorfplatz - erster Lehrer: Herr Lennartz

1925
Bau eines festen Schulhauses mit Lehrerwohnung unter Lehrer Fritz Drese - die Schulbaracke wird Notkirche

1926
Schloss Friesenrath wird von Graf Beißel erbaut

1939
Einweihung der Friesenrather Kapelle St. Bernhard, die am Waldrand in Eigenleistung der Friesenrather aus Bruchsteinen erbaut worden war

1938/45
Die Ortschaft beklagt im zweiten Weltkrieg 17 Tote; Friesenrath bleibt aber von Zerstörung weitgehend verschont.

1946
Infolge eines Staus an der am Kriegsende gesprengten Indebrücke (B 258) entstand ein See bis beinahe Schmithof. Nach Durchbruch der Wassermassen erlebte Friesenrath eine riesige Überschwemmung.

ab 1946
Der Kaffeeschmuggel blüht. "Schmuggler - Zöllner" wird ein beliebtes Kinderspiel.

1948
Währungsreform

1960
Das Kolonialwarengeschäft Müller an der Landstraße wird geschlossen.

1968
Auflösung der Volksschule Friesenrath im Rahmen der Schulreform NRW

FRIESENRATH - STADT AACHEN

1972
Eingemeindung nach Aachen, Stadtbezirk: Walheim-Kornelimünster

1973
Auflösung der Poststelle Hahn, die auch für Friesenrath zuständig war

1975
Der Hahner Pfarrer Cremer geht in den Ruhestand; die Pfarrstelle wird nicht wieder neu besetzt.

1982
Einweihung des neu erbauten Schützenhauses

1983
Wiedererrichtung des "Kränchens"
Gründung des Geschichtsvereins Hahn und Friesenrath e. V.

1987
Aufgabe des Lebensmittelgeschäftes von Leonie Huppertz

1989
Fertigstellung und Einweihung des "Kalkofen - Lehrpfad"

1992/93
Kanalisierung in Friesenrath


Daten zur Ortsgeschichte Hahns

 

HAHN - REICHSABTEI KORNELIMÜNSTER

Links zu Hahner Vereinen

1261
Erste Erwähnung Hahns (hagen, haen, hane, hayne) - Eine "fromme Anna" schenkt der Marienkapelle in Hahn eine Jahresrente.

1280
Johann von Frankenberg und dessen Gattin Kristencia stiften der Kapelle ihren Land-, Wiesen- und Waldzehnten. Abt und Konvent des Klosters "Indensis" (Kornelimünster) übertragen ihren Hof "Welde" derselben Kapelle, damit der Gottesdienst und die Verehrung der hl. Jungfrau dort umso leichter durch einen dazu geeigneten Mönch ihres Klosters erfolgen kann, der daselbst seinen Aufenthalt nehmen soll.
( siehe Register der Reichsstadt Aachen, Bd. 1 Nr. 370)

1467
Wilhelm von Goire (1481 Abt in Kornelimünster wird Rector der Kapelle in Hahn.

15. - 18. Jh.
Stationsort der Manderfeld/Auw-Wallfahrt nach Kornelimünster und Burtscheid

1651
Im Herbstschatzbuch (dem Verzeichnis der Grundbesitzsteuer) werden in Hahn 50 Steuerpflichtige genannt

1660
Gründung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Hahn

HAHN - MAIRE WALHEIM

FRANZOSENZEIT

1794/95
Die Benediktinerabtei Kornelimünster wird geschlossen, der Corneliusstatue
eine Jacobinermütze aufgesetzt.

1795
Beschluss, auf der Grundlage des napoleonischen Departementsystems eine
Verwaltungsgliederung vorzunehmen. Hahn wird dem Département de la Roer, Arrondissement Aachen, Canton Burtscheid, Mairie de Walheim zugeordnet.

1801/02
Gründung des ersten Bistums Aachen

1804
Hahn wird zusammen mit Friesenrath zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

HAHN - GEMEINDE WALHEIM

1816
Errichtung der preußischen Zivilgemeinde Walheim, Landkreis Aachen

1821
Johann Löhr wird in Hahn zum ersten Lehrer für die Orte Hahn und
Friesenrath bestellt.

1830
Bau der ersten Schule in Hahn - Dorfstraße 16

1822
Vollendung der in der Franzosenzeit geplanten und begonnenen Provinzialstraße Aachen-Trier durch preußische Straßenbauer

1840
Zusammenschluss der Gemeinden Walheim und Kornelimünster zur Bürgermeisterei Kornelimünster

1845
Kartoffelnotstand wegen ungünstiger Witterung

1847
Bau des Pfarrhauses an der Pfarrkirche - Hahner Straße 31

1850
Der Gemeinde Walheim wird in zweiter Instanz wieder die Selbstständigkeit zuerkannt.

1880
Die mittelalterliche Kapelle wird abgerissen.

1881
Am Standort der Kapelle entsteht die neue Pfarrkirche nach den Plänen des Kölner Baumeisters Vincenz Statz.

1885
Einweihung der Vennbahn; sie bringt einen Aufschwung der Kalkindustrie
in Hahn, Friesenrath und Walheim mit sich.

1899
Errichtung des Kalkofens "In der Au"

1914/18
Im ersten Weltkrieg beklagt die Ortschaft 30 Tote.

1920
Errichtung des Kalkofens an der Hahner Straße

1924
Errichtung des Kalkofens "Am Wolfspfad"

1929/30
Bau des Wasserwerks Hahn

1934
Auch in Hahn erhält die NSDAP eine große Mehrheit (75 % der Stimmen).

1938/45
Die Ortschaft beklagt im 2. Weltkrieg 37 Tote. Hahn bleibt aber weitgehend von Zerstörungen verschont.

1946
Die erste Kirmes nach dem Krieg wird gefeiert, und zwar mit selbstgebranntem Kartoffelschnaps (Knollie Brandy).

1946
Gründung des F. C. Inde Hahn

ab 1946
Der Kaffeeschmuggel blüht. "Schmuggler - Zöllner" wird ein beliebtes Kinderspiel.

1948
Währungsreform

1949
Leo Cohnen, der letzte Spätheimkehrer, wird festlich empfangen

1952
Bau einer Volksschule für das 5. bis 8. Schuljahr (heute: Kindergarten)

ab 1958
Stilllegung der Kalkofenbetriebe

1960
Gründung des Musikvereins Hahn

1962/63
Flurbereinigung: Zahlreiche Wiesenpfade mit Trelden verschwinden.

1964
Beginn der Aussiedlung von Bauernhöfen. In den folgenden Jahren kommt es auch hier zum Höfesterben, vor allem die Nebenerwerbsbetriebe sind betroffen.

1968
Auflösung der Volksschule Hahn im Rahmen der Schulreform NRW

HAHN - STADT AACHEN

1972
Eingemeindung nach Aachen, Stadtbezirk: Walheim-Kornelimünster

1973
Auflösung der Poststelle Hahn, die auch für Friesenrath zuständig war

1975
der Hahner Pfarrer Cremer geht in den Ruhestand; die Pfarrstelle wird
nicht wieder neu besetzt. Damit enden 171 Jahre Pfarrtradition in Hahn.

1981
Erstes "Bächemer Stroassefest"

1982/83
Neugestaltung der alten Viehdränke in Bechheim

1983
Gründung des Geschichtsvereins Hahn und Friesenrath e. V.

1988/93
Kanalisierung Hahns

1989
Das letzte Kolonialwarengeschäft schließt.

1989
Fertigstellung und Einweihung des "Kalkofen-Lehrpfads"

1989/90
Außenrestaurierung der Pfarrkirche

1993
Aufgabe der traditionsreichen Gaststätte Bolz

 

Hahner Vereine

1660 Schützenbruderschaft

1946 FC. Inde Hahn

1960 Musikverein Hahn